Proteste gegen Neuaufnahme der Bauarbeiten an Stuttgart 21

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Seit Dienstag wird in Stuttgart wieder gebaut bzw. gebaggert. Nach zweimonatligem Stillstand der bauarbeiten wurde am Freitag nach einer Sitzung des Lenkungskreises der Projektträger in Stuttgart wieder aufgenommen. Wunsch der Bürger war es, den Baustopp bis nach einer Bürgerbefragung im Oktober dieses Jahres zu vertagen. Die Bahn dementierte dies allerdings wehement mit enormen Kosten, die sich für die Zeit des Stillstans auf 410 Millionen Euro belaufen würden. Aufgrund dessen forderte der DB-Konzern für den Fall der bis Oktober andauernden Stilllegung eine Beteiligung des Landes Badenwürttemberg, sich mit an den Kosten zu beteiligen.

DB Chef Rüdiger Grube entgegnete der Bild am Sonntag hingegen wie folgt:

„Es ist sehr wichtig, dass keiner der Projektpartner von Stuttgart 21 einen Baustopp beantragt hat. Dies hat weit über die baden-württembergische Landeshauptstadt hinaus eine wichtige Signalwirkung“, sagte Grube der Zeitung. Würden erworbenes Baurecht und gültige Planfeststellungsverfahren in Deutschland nichts mehr gelten, hätte das für das Land nicht abzusehende negative Folgen. Grube fügte hinzu, er sei sehr zuversichtlich, dass die Bahn den anstehenden Stresstest bestehen werde: „Das Bahnprojekt ‚Stuttgart 21‘ ist unverändert ein sehr gutes Projekt – und zwar aus ökologischer, ökonomischer und verkehrswirtschaftlicher Sicht.“

CDU Politiker Ramsauer verteidigte ebenfalls die Fortsetzung der Bauarbeiten. Nach Ramsauers Meinung, solle nun die rot-grüne Landesregierung dem Baurecht Geltung verschaffen. Würde dies nicht geschehen, würde Stuttgart zehn bis fünfzehn Jare lang mit einen nur halb fertiggestellten Bahnhof, einem geräumten Baufeld und schon verlagerten Gleisanschlüssen leben müssen.

Was wäre das Projekt Stuttgart 21 ohne deren Kritiker? Am Dienstag morgen, versammelten sich runf 300 Gegner, welche die Zufahrten zu den Baustellen auf beiden Seiten des Bahnhofs blockierten. Nach aktuellen Berichten lief die Demonstration jedoch friedlich ab. Niemand kam zu Schaden.

Diesen Beitrag ergänzend, möchte ich einen Link zur Frankfurter Rundschau mitteilen, auf dem Sie 11 Bilder der Stuttgart 21 Demonstration am Dienstag den 14.06.2011 sehen können.

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