Die Deutsche Bahn hat ihre Halbjahresbilanz 2025 vorgelegt: Der Verlust reduzierte sich auf 760 Millionen Euro – fast eine Milliarde Euro weniger als im Vorjahr. Gleichzeitig stieg der Umsatz um 3,4 Prozent auf 13,3 Milliarden Euro. Mit 943 Millionen Reisenden und 41,9 Milliarden Personenkilometern verzeichnete das Unternehmen erneut einen Fahrgastrekord.
Trotz der guten Zahlen bleibt die Pünktlichkeit ein Sorgenkind: Nur 63,4 Prozent der Fernverkehrszüge erreichten im ersten Halbjahr ihr Ziel pünktlich; die DB hatte sich 65 Prozent vorgenommen. Die hohe Auslastung und das alternde Schienennetz belasten die Zuverlässigkeit.
Um die Kosten zu senken, verkaufte der Konzern seine Logistik-Tochter DB Schenker und reduzierte dadurch den Schuldenberg um 10,5 Milliarden Euro auf 22 Milliarden Euro. Außerdem wurden rund 2.000 Stellen abgebaut, dennoch sollen operativ weiterhin Mitarbeitende eingestellt werden. Parallel investiert die Bahn kräftig: 7,3 Milliarden Euro flossen in den ersten sechs Monaten in die Modernisierung des Netzes, die Digitalisierung und neue Züge, teilweise finanziert durch den Bund.
Die DB fordert zudem eine Reform der Trassenpreise, um den Fernverkehr wirtschaftlich betreiben zu können, und warnt vor möglichen Angebotskürzungen. Bundesverkehrsminister Volker Wissing hat eine Strategie zur Verbesserung der Pünktlichkeit angekündigt.
Weiterführende Informationen finden Sie in unseren Artikeln über die Bauarbeiten zwischen München und Salzburg, über die Hamburg–Berlin-Strecke sowie über die Digitalisierung und das Deutschlandticket.

